BÜROS & VERWALTUNG

Erste Hilfe und Brandschutz für Büros & Verwaltung

Organisieren Sie Ersthelfende und Brandschutzhelfende so, dass Ihre Absicherung auch bei Homeoffice, Gleitzeit und wechselnder Bürobesetzung funktioniert.

BG-anerkannte Ausbildungsstelle für Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildungen · Kennziffer 8.1959

Ist an jedem Präsenztag genügend Hilfe im Büro?

Homeoffice verändert die Bürobesetzung. Die Erste-Hilfe-Organisation muss trotzdem an jedem tatsächlichen Präsenztag funktionieren.

Büro-Bedarf prüfen

Montag

52 anwesende Personen 3 Ersthelfende erforderlich

abgedeckt

Dienstag

68 anwesende Personen 4 Ersthelfende erforderlich

abgedeckt

Freitag

15 anwesende Personen 1 Ersthelfende Person erforderlich, keine Vertretung

Lücke

Beispielhafte Darstellung zur Veranschaulichung, keine rechtliche Berechnung, keine echten Unternehmensdaten.

Der am stärksten besetzte Tag allein genügt nicht, wenn die verfügbaren Personen an anderen Tagen fehlen.

Planungsgrundlage

Die Quote ist nur der Anfang

Die gesetzlichen Quoten liefern den rechnerischen Mindestwert. Im Büroalltag zählt zusätzlich, ob die qualifizierten Personen an den richtigen Tagen, in den richtigen Bereichen und tatsächlich erreichbar sind.

1

Bei 2 bis 20 Anwesenden

Mindestens eine ersthelfende Person muss verfügbar sein.

5 %

Bei mehr als 20 Anwesenden

In Verwaltungs- und Handelsbetrieben wird der Mindestbedarf aus den anwesenden Personen berechnet und auf ganze Personen aufgerundet.

2 Jahre

Erste Hilfe auffrischen

Die Fortbildung erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Jahren.

5 %

Brandschutzhelfende

Bei normaler Brandgefährdung ist dieser Wert in der Regel ein Ausgangspunkt. Die Gefährdungsbeurteilung kann einen höheren Bedarf ergeben.

Jede Schicht

Tatsächlich verfügbar

Die erforderlichen Personen müssen während der jeweiligen Anwesenheitszeiten erreichbar sein.

Räumliche Abdeckung

Eine ausreichende Zahl reicht nur, wenn Hilfe tatsächlich erreichbar ist

Etagen, gesicherte Bereiche und räumlich getrennte Nebenräume können dazu führen, dass eine rechnerisch ausreichende Zahl im Notfall praktisch nicht ausreicht. Entscheidend sind tatsächliche Wege, Zugänge und Anwesenheiten.

Schematischer Bürogebäudeplan mit Erdgeschoss, oberer Etage, getrenntem Nebenbereich und zugangsgesichertem Raum Das Hauptgebäude zeigt ein Erdgeschoss mit Empfang und eine obere Etage, jeweils mit anwesenden Beschäftigten und einem markierten Ersthelfenden-Standort im Erdgeschoss; ein grünes Häkchen kennzeichnet diesen Bereich als tatsächlich gut abgedeckt. Ein räumlich getrennter Nebenbereich mit Lager ist nur über einen langen, orange markierten Weg erreichbar. Ein zugangsgesicherter Raum mit Kartenleser liegt direkt neben der oberen Etage und ist über einen kurzen, türkisen Weg erreichbar. Kurze Wege sind türkis dargestellt, der lange Weg zum Nebenbereich ist orange dargestellt, da Hilfe dort praktisch schwerer erreichbar ist. Obere Etage Erdgeschoss / Empfang Treppe Ersthelfende Person kurzer Weg Zugangsgesichert Serverraum / Archiv Kartenleser langer Weg – kritische Trennung Nebenbereich Lager / Archiv, eigener Zugang
  • Kurzer Weg – gut erreichbar
  • Langer Weg – kritische Trennung

Etagen und lange Wege

Prüfen, ob Hilfe während der tatsächlichen Besetzung schnell erreichbar ist.

Getrennte Gebäudeteile

Flügel, Nebengebäude, Lager oder räumlich getrennte Bereiche gesondert betrachten.

Zugangsgesicherte Bereiche

Ersthelfende müssen die betroffenen Bereiche tatsächlich betreten können.

Alarmierung

Beschäftigte müssen wissen, wie die zuständige Hilfe zuverlässig erreicht wird.

Planen Sie Ersthelfende dort, wo Beschäftigte tatsächlich arbeiten – nicht nur nach der Gesamtzahl im Unternehmen.

Quellen: DGUV Vorschrift 1, DGUV, Erste Hilfe bei flexiblen Arbeitsformen, DGUV Fachbereich AKTUELL FBEH-001, ASR A4.3 (nur für Erste-Hilfe-Material/Verbandkästen)

Organisation

So bleibt Erste Hilfe im Büroalltag wirklich verfügbar

Anwesenheit je Tag und Zeitfenster prüfen

Tatsächliche Präsenzmuster statt einer pauschalen Gesamtzahl erfassen.

Bedarf für die tatsächliche Besetzung berechnen

Der rechnerische Mindestbedarf folgt der jeweils anwesenden Personenzahl.

Etagen, Bereiche und Zugänge berücksichtigen

Gebäudeflügel, Stockwerke und zugangsgesicherte Bereiche einplanen.

Alarmierung und Rettungswege organisieren

Eingang, Wegführung und Erreichbarkeit für anwesende Helfende und den Rettungsdienst klären.

Urlaub, Krankheit und externe Termine abdecken

Vertretung so einplanen, dass die Abdeckung auch bei Abwesenheiten funktioniert.

Bei Büroparks, Coworking-Flächen oder mehreren Unternehmen im Gebäude müssen gemeinsame Zuständigkeiten und Alarmwege eindeutig vereinbart sein.

Erste-Hilfe-Leistungen müssen dokumentiert und vertraulich fünf Jahre aufbewahrt werden.

HansePuls hilft Ihnen, Anwesenheit, Bereiche und vorhandene Qualifikationen in einen praktikablen Schulungsplan zu übersetzen.

HansePuls-Lösung

Zwei Pflichtbereiche. Ein Schulungstag.

Erste Hilfe und Brandschutz lassen sich für viele Unternehmen an einem abgestimmten Schulungstag organisieren. Das reduziert interne Abstimmung, zusätzliche Termine und Ausfallzeiten.

  • Inhouse im Unternehmen
  • ein abgestimmter Termin
  • praktische Übungen
  • weniger Organisationsaufwand
Evakuierungsübung für Etagen, Besucher und flexible Bürobesetzung individuell abstimmen

Praxisbeobachtung

Typische Lücken in Bürostandorten

  • montags ausreichend, freitags niemand verfügbar
  • Ersthelfende nur auf einer Etage
  • Empfang kennt den Alarmweg nicht
  • Rettungsdienst findet den richtigen Eingang nicht
  • Brandschutzhelfende vorhanden, aber jährliche Unterweisung fehlt

Fragen

Häufige Fragen

Wie viele Ersthelfende braucht ein Büro?

Bei 2 bis 20 anwesenden Versicherten ist mindestens eine ersthelfende Person erforderlich, bei mehr als 20 anwesenden Versicherten in reinen Verwaltungsbetrieben grundsätzlich 5 Prozent, aufgerundet auf ganze Personen. Entscheidend ist die tatsächliche Anwesenheit; Abwesenheiten, Etagen und getrennte Bereiche müssen zusätzlich berücksichtigt werden. Bei gemischten Standorten können andere Anforderungen gelten.

Wie wirkt sich Homeoffice auf die Zahl der Ersthelfenden aus?

Maßgeblich ist die tatsächliche Bürobesetzung, nicht die gesamte Belegschaft auf dem Papier. Die erforderliche Absicherung muss an jedem Präsenztag funktionieren, wodurch Unternehmen mitunter mehr Personen qualifizieren müssen als die reine Mindestzahl. Regelmäßig anwesende Rollen wie Empfang oder IT-Support können sich dafür eignen; für Beschäftigte im Homeoffice selbst ist keine betriebliche Ersthelferin oder kein betrieblicher Ersthelfer zu Hause erforderlich.

Wie viele Brandschutzhelfende braucht ein Büro?

Bei normaler Brandgefährdung gelten 5 Prozent in der Regel als Ausgangswert; die tatsächliche Zahl legt die Gefährdungsbeurteilung fest. Abwesenheiten, Gebäudegröße, Besucherverkehr, eingeschränkte Mobilität und weitere Risiken können mehr Personen erfordern. Unabhängig davon benötigen alle Beschäftigten weiterhin eine regelmäßige Brandschutzunterweisung; der Wiederholungsrhythmus richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung.

Übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten für die Kombischulung?

Eine mögliche Kostenübernahme betrifft die förderfähige Erste-Hilfe-Aus- oder Fortbildung; die Entscheidung trifft ausschließlich der zuständige Unfallversicherungsträger. Brandschutzleistungen und zusätzliche Inhouse-Kosten werden davon nicht automatisch erfasst, und nicht jedes Büro ist über die VBG versichert. HansePuls verspricht keine vollständige Kostenerstattung für die Kombischulung.

Nächster Schritt

Hybrid arbeiten. Trotzdem zuverlässig abgesichert.

Planen Sie Erste Hilfe und Brandschutz so, dass Ihre Organisation auch bei wechselnder Bürobesetzung funktioniert. Inhouse in Norderstedt, Hamburg, Schleswig-Holstein und nach Abstimmung in Norddeutschland.