PFLEGEEINRICHTUNGEN & PFLEGEDIENSTE
Notfalltraining, Erste Hilfe und Brandschutz für die Pflege
Trainieren Sie akute Notfälle dort, wo Ihr Team täglich Verantwortung trägt: praxisnah, inhouse und abgestimmt auf Bewohnerinnen und Bewohner, betreute Personen und Ihre Arbeitsabläufe – für stationäre Pflege, ambulante Pflegedienste, Tagespflege und betreute Wohnformen.
BG-anerkannte Ausbildungsstelle für Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildungen · Kennziffer 8.1959
Wenn sich der Zustand plötzlich verändert, braucht das Team einen klaren Ablauf.
Im Pflegealltag müssen Wahrnehmung, Alarmierung, Sofortmaßnahmen und Übergabe zuverlässig ineinandergreifen – auch bei Zeitdruck, wechselnden Teams oder reduzierter Besetzung.
Training abstimmenTrainingsinhalte
Notfälle, die im Pflegealltag klare Abläufe verlangen
Sturz
Eine Bewohnerin stürzt beim Transfer, auf dem Weg zur Toilette oder unbemerkt im Zimmer.
Situation sichern, Verletzungen einschätzen und die weitere Versorgung im Team organisieren.
Bewusstlosigkeit
Eine Pflegekraft findet eine Person im Zimmer oder Gemeinschaftsbereich ohne Reaktion vor.
Bewusstsein und Atmung prüfen, Hilfe organisieren und klare Aufgaben verteilen.
Reanimation
Eine Person bricht beim Essen, beim Transfer oder im Aufenthaltsbereich plötzlich zusammen und reagiert nicht mehr.
Reanimation beginnen, Aufgaben im Team verteilen und vorhandene Notfallausstattung einsetzen.
Atemnot und Verschlucken
Eine Bewohnerin verschluckt sich während einer Mahlzeit oder entwickelt plötzlich starke Atemnot.
Ursache erkennen, passende Sofortmaßnahmen einleiten und weitere Hilfe organisieren.
Schlaganfallverdacht
Eine Person zeigt plötzlich eine Sprachstörung, eine einseitige Schwäche oder einen hängenden Mundwinkel – etwa im Zimmer, im Speisesaal oder draußen auf der Terrasse.
Warnzeichen erkennen, Zeitpunkt klären und den Rettungsdienst strukturiert informieren.
Akute Stoffwechselentgleisung
Eine Person mit Diabetes wirkt plötzlich verwirrt, auffällig schläfrig, unruhig oder stark verschwitzt.
Warnzeichen einordnen, vorhandene Vorgaben beachten und weitere Hilfe organisieren.
Nicht jedes Thema ist automatisch Bestandteil jedes Trainings; die Auswahl wird gemeinsam mit Ihnen an ambulante Pflege, stationäre Einrichtung, Tagespflege oder betreute Wohnform angepasst. Für außerklinische Intensivpflege und besonders medizinproduktbezogene Themen ist eine gesonderte fachliche Abstimmung erforderlich.
Wir trainieren die Notfälle, die zu Ihrer Pflege passen
Ambulanter Dienst, stationäre Einrichtung, Tagespflege und betreute Wohnform haben unterschiedliche Risiken und Abläufe. Deshalb stimmen wir Szenarien, Rollen und Schwierigkeitsgrad vorab mit Ihnen ab.
- Zielgruppe und Versorgungsform
- Bewohner- oder Klientenstruktur
- vorhandene Notfallausstattung
- Schichten und Teamgröße
- typische interne Alarmwege
- bekannte organisatorische Schwachstellen
Zwei Formate, ein Ziel
Pflegefortbildung oder DGUV-Erste-Hilfe-Kurs?
Beispiel für ein kompaktes, praxisbezogenes Inhouse-Format
Notfalltraining Pflege
- berufsbezogene, kompakte Inhouse-Fortbildung
- Szenarien aus dem Pflegealltag
- Teamrollen und Kommunikation
- praktische Übungen
- Teilnahmebescheinigung mit Inhalt und Dauer
- anpassbar an Einrichtung und Team
Umfang und Inhalte werden an Einrichtung, Team, Versorgungsform und gegebenenfalls regionale beziehungsweise vertragliche Anforderungen angepasst.
Notfalltraining Pflege anfragenBetriebliche Erste-Hilfe-Aus- oder Fortbildung
- standardisierte betriebliche Ersthelfenden-Qualifikation
- eigenständiges DGUV-Kursformat
- HansePuls-Anerkennung Kennziffer 8.1959 gilt für dieses Format
Das Notfalltraining Pflege im Umfang von 4 Unterrichtseinheiten ersetzt keine erforderliche DGUV-Erste-Hilfe-Aus- oder Fortbildung. Umgekehrt trainiert ein allgemeiner DGUV-Kurs nicht automatisch die konkreten Abläufe einer Pflegeeinrichtung oder eines ambulanten Dienstes.
Kostenübernahme für die Erste-Hilfe-Aus- oder Fortbildung: Für aktiv tätiges medizinisch oder pflegerisch qualifiziertes Personal übernimmt die BGW diese Kosten in der Regel nicht, da die entsprechende Kompetenz bereits Teil der Berufsausbildung ist. Für andere Beschäftigtengruppen muss die Kostenübernahme vorab beim zuständigen Unfallversicherungsträger geprüft werden; die verbindliche Entscheidung trifft ausschließlich dieser Träger.
Quelle: BGW, Personen mit medizinischer Qualifikation, BGW, Erste Hilfe – Kostenübernahme
Fortbildungsbedarf
Welche Fortbildung passt, hängt von Ihrer Versorgungsform und Vertragsgrundlage ab
Das lässt sich nicht pauschal für jede Pflegeform und jeden Vertrag beantworten. Für Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste gibt es nicht den einen bundesweit identischen Fortbildungsumfang. Maßgeblich können unter anderem Versorgungsform, regionale Verträge, Qualitätsmanagement und interne Vorgaben sein.
Pflegefortbildungsanforderungen unterscheiden sich je Bundesland, Versorgungsform, Vertrag und Qualitätsmanagement. Das Notfalltraining wird deshalb passend zur Einrichtung geplant.
Versorgungsform
Ambulanter Dienst, stationäre Einrichtung, Tagespflege und betreute Wohnform haben unterschiedliche Grundlagen.
Vertrag und Region
Regionale Rahmenverträge können abweichende Fortbildungsumfänge vorsehen.
QM und interne Vorgaben
Qualitätsmanagement und betriebliche Vorgaben wirken zusätzlich auf den tatsächlichen Bedarf.
Wir stimmen das Training auf Ihren tatsächlichen Fortbildungsbedarf ab
- Versorgungsform klären
- gewünschte Lernziele festlegen
- relevante Vertrags- oder QM-Vorgaben berücksichtigen
- Dauer und Inhalte transparent dokumentieren
- Teilnahmebescheinigung mit Lerninhalten ausstellen
HansePuls prüft Verträge nicht rechtsverbindlich und garantiert keine Anerkennung. Die Einrichtung klärt die für sie geltenden Vorgaben; HansePuls übersetzt diese in ein passendes Schulungskonzept.
Fortbildungsbedarf abstimmenBeispiel: regionale Vertragswerte für ambulante häusliche Krankenpflege
Der Umfang betrifft berufsbezogene Fortbildungen insgesamt und schreibt kein bestimmtes Notfalltraining im Umfang von 4 Unterrichtseinheiten vor.
Ein Notfalltraining im Umfang von 4 Unterrichtseinheiten kann nur einen Teil dieses Umfangs abdecken.
Diese Werte sind nur ein Beispiel für zwei konkrete Rahmenverträge der ambulanten häuslichen Krankenpflege und gelten nicht pauschal für jede stationäre Pflegeeinrichtung, jede Tagespflege oder jede andere Versorgungsform. Der jeweilige Vertrag und das Qualitätsmanagement der Einrichtung sind maßgeblich.
Ablauf
So trainieren wir Ihren realen Pflegealltag
Versorgungssituation verstehen
- Ambulant, stationär, Tagespflege oder betreute Wohnform
- Bewohner-, Klienten- oder Patientengruppen
- Schichten, Nachtbesetzung und Teamgröße
Kritische Abläufe auswählen
- Typische Notfallsituationen
- Interne Alarmwege
- Vorhandene Ausstattung
- Besondere räumliche oder organisatorische Bedingungen
Rollen im Team trainieren
- Wer übernimmt welche Aufgabe
- Kommunikation bei reduzierter Besetzung
- Zusammenarbeit von Pflege, Betreuung und weiteren Mitarbeitenden
- Sichere Übergabe an den Rettungsdienst
Erkenntnisse in den Alltag übertragen
- Kurze Nachbesprechung
- Erkennbare organisatorische Verbesserungen
- Dokumentierte Lerninhalte
- Nächste sinnvolle Trainingsschritte
Diese Planungsfaktoren fließen automatisch ein
Das Training wird auf Ihre Abläufe abgestimmt. Verbindliche medizinische, pflegefachliche und arbeitsschutzrechtliche Festlegungen bleiben bei den zuständigen Verantwortlichen Ihrer Einrichtung.
HansePuls-Lösung
HansePuls-Leistungen für die Pflege
Wir helfen Ihnen, passende Maßnahmen auszuwählen und praktisch umzusetzen – vom individuellen Notfalltraining bis zur betrieblichen Erste-Hilfe- und Brandschutzhelfer-Ausbildung.
- Inhouse in der Einrichtung
- auf Team und Versorgungssituation abgestimmt
- praktische Szenarien statt reiner Theorie
- Teilnahmebescheinigung mit Dauer und Lerninhalten
Für aktiv tätiges medizinisch oder pflegerisch qualifiziertes Personal übernimmt die BGW die Erste-Hilfe-Aus- oder Fortbildung in der Regel nicht; für andere Beschäftigtengruppen entscheidet ausschließlich der zuständige Unfallversicherungsträger. Für Brandschutzleistungen gilt keine Kostenübernahme.
Evakuierungsübungen für Einrichtungen mit unterstützungsbedürftigen Personen individuell abstimmenRechtliche Einordnung: DGUV-Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildung, BGW-Notfallmanagement, BGW-Brandschutz in Pflegeeinrichtungen, ASR A2.2.
Fragen
Häufige Fragen
Für welche Pflegebereiche eignet sich das Notfalltraining?
Für ambulante Pflege, stationäre Einrichtungen, Tagespflege und betreute Wohnformen. Szenarien, Rollen und Schwierigkeitsgrad werden jeweils an Ihr Team, Ihre Zielgruppe und Ihre Abläufe angepasst.
Welche Notfälle können im Training geübt werden?
Typische Szenarien sind zum Beispiel Sturz, Bewusstlosigkeit, Reanimation und AED, Atemnot und Verschlucken, Schlaganfallverdacht oder akute Stoffwechselentgleisung. Das ist keine starre Liste, sondern eine individuell abgestimmte Auswahl; eine medizinische Einzelfallberatung ersetzt das Training nicht.
Kann das Notfalltraining als berufliche Fortbildung berücksichtigt werden?
Das Training wird mit Dauer und Lerninhalten bescheinigt und kann dadurch für interne oder vertragliche Fortbildungsnachweise nutzbar sein. Ob und in welchem Umfang es anerkannt wird, hängt von der für Ihre Einrichtung geltenden Vertrags- und Qualitätsgrundlage ab.
Ersetzt das Notfalltraining einen DGUV-Erste-Hilfe-Kurs?
Nein. Das individuelle Notfalltraining ergänzt den standardisierten DGUV-Kurs, ersetzt ihn aber nicht, wenn dieser für bestimmte Beschäftigte erforderlich ist. HansePuls ist ausschließlich für die reguläre Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildung BG-anerkannt (Kennziffer 8.1959).
Nächster Schritt
Notfälle lassen sich nicht planen. Klare Abläufe schon.
Trainieren Sie mit Ihrem Team, bevor im Ernstfall Zuständigkeiten, Kommunikation und lebensrettende Maßnahmen gleichzeitig funktionieren müssen. Inhouse in Norderstedt, Hamburg, Schleswig-Holstein und nach Abstimmung in Norddeutschland.